27. KW vom 03.-09.07.2023
Daniel/Atlantik/Pool/Fahrrad/Orcas
Montag muss Andreas wieder arbeiten. Zum Frühstück mit Daniel auf der Terasse besucht uns ein kleiner Papagei.



Daniel und ich schwimmen unsere Bahnen im Pool und natürlich auch im Atlantik. Leider kann ich nicht so lange im Wasser bleiben, da mir dann doch kalt wird, obwohl das Wasser wirklich warm ist. Die beiden Jungs schaffen locker eine halbe Stunde. Ich bekomme noch einen Anruf wegen Mittwoch. Wir hatten eine 2-stündige Walbeobachtungstour gebucht, aber sie hatten heute die Orcas gesichtet und machen dann am Mittwoch auch den Versuch Orcas zu sehen. Diese Tour dauert 3 Stunden. Natürlich sagen wir zu, das wollten wir eigentlich von Beginn an. Wir sind gespannt. Gegen 15 Uhr machen Daniel und ich uns mit dem Fahrrad auf den Weg, Andreas von der Arbeit abzuholen. Wir sind 20 Minuten zu früh am vereinbarten Platz an der Uni bei den Hühnern und freuen uns, im Schatten zu stehen.


Pünktlich 16 Uhr ist Andreas da und wir fahren über den Aussichtsturm und die Brücke bis zum Strand. Leider ist die maximalste Flut, die ich hier bisher gesehen habe und wir können nicht mit dem Fahrrad am Strand fahren. In der Stadt leisten wir uns noch ein Eis, wir haben eine Eisdiele mit leckerem Sorbeteis gefunden.

Endlich werden die neuen Strandstühle eingeweiht.

In dieser Woche schaffe ich es endlich mich mal bei allen zu melden, Arbeit etc. Die sgbm12 Email funktioniert aber nicht, gut, dass ich Birte habe und sie das kontrollieren kann. Außerdem beschäftige ich mich nochmal intensiv mit WordPress, verstehe es so langsam und richte meine Seiten so ein, dass ich es hoffentlich mit dem Navigationsmenü bald hinbekomme. Es sind ja schon 2 Monate vorbei. 😊
Mittwoch früh stehen wir um 7 Uhr auf, frühstücken zu dritt und machen uns gegen 8 Uhr auf den Weg nach Tarifa. Ich sitze hinten im Bus und mir wird schlecht. Leider haben wir die Reisetabletten vergessen, die wir gestern gekauft haben. Auf dem Weg nach Tarifa war es wolkig und in Tarifa neblig. Einen Stellplatz auf dem Weg zum Hafen finden wir nicht, aber dann doch ziemlich in der Nähe einen bezahlbaren Parkplatz. Den merken wir uns gleich für unsere Tour nach Tanger. Wir fragen nach der nächsten Apotheke und kaufen nochmal Reisetabletten. Bei „Firmm“ angekommen wird uns erklärt, dass sie bei dem Nebel nicht rausfahren, aber hoffen, dass der Wind den Nebel in der nächsten Stunde wegbläst. Und so ist es dann auch. Nach dem interessanten Vortrag über die Straße von Gibraltar (1000 Meter tief) und über die Wale (heute wollen wir die Orcas sehen), bezahlen wir unsere Tour und los geht es mit dem Motorboot in Richtung marokkanische Küste. Wir fahren ungefähr eine Stunde, dann ist Aufregung auf dem Schiff. Der erste Orca wurde gesichtet. Dann der zweite und dann mehrere Gruppen. Zuerst sehen wir nicht wirklich was, dann kommen sie immer dichter am Boot vorbei. Wir sind total begeistert. Und unsere Begeisterung steigert sich noch, als die Orcas direkt auf uns zuschwimmen. Obwohl mir da schon ein bisschen mulmig zumute ist. Sie kommen wirklich dicht an das Boot und stupsen sogar an. Meine Hände halte ich nicht mehr über die Bootskante. Die Orcas, die die Segelboote angreifen sind wohl nicht dabei. Jeder Orca kann an seiner Finne erkannt werden, wie ein Fingerabdruck beim Menschen. Ungefähr eine Stunde bestaunen wir das Treiben der Orcas, bis wir wieder losmüssen und sehen dann von Weitem noch 2 Finnwale, sind die riesig. Ein schönes Erlebnis.










In Tarifa besuchen wir noch das Schloss und gehen essen, bevor Daniel uns wieder gut nach Hause fährt.









Nach einer kurzen Pause haben wir Spanisch-Unterricht mit Loli, das ist wieder lustig aber auch anstrengend. Nächste Woche ist Abfrage der jetzigen Lektion, dann geht es mit der neuen Lektion weiter.
Abends beschließen wir, morgen in El Puerto Essen zu gehen, da Daniel seinen letzten Tag hat. Ich mache nochmal einen Versuch und rufe im Restaurant an und wir schaffen es auf den Namen Barbara für 21 Uhr Plätze zu bestellen. Andreas meint, dass ich 13 Plätze bestellt habe. Aus „Only Tres“ sind wohl „Una Tres“ geworden. Andreas Kollege kann das am Donnerstag noch telefonisch für uns richtig stellen und auf 3 Plätze umbuchen. Das muss ich wohl noch üben…
Am Donnerstag gehen Daniel und ich nochmal ausgiebig zum Atlantik baden, und nutzen auch den Pool. Wenn Andreas von der Arbeit kommt, geht es auch immer erstmal in den Pool. Zum Abend fahren wir mit dem Vito in die Stadt, sind wieder fasziniert, wie voll El Puerto werden kann und gehen ins „Meson del Asabor“, auch ein von Loli empfohlenes Restaurant. Gegen 22 Uhr kommen wohl alle Menschen, die es hier gibt, auf die Straße. Manchmal ist es auch gut, dass wir nicht alles gleich richtig lesen, bzw. es in der englischen Karte nicht richtig übersetzt ist. Daniel hat sich Lammfleisch bestellt. Es schmeckt zwar sehr gut, aber sieht komisch aus. Bei der Rechnung übersetzen wir es dann in Lammmagen. Daniel fährt uns sicher nach Hause, so gabs für uns auch ein Cerveza. 🙂



Freitag ist leider die eine Woche Besuch von Daniel schon vorbei, schade. Ich fahre ihn zum Flughafen. Wir fahren zwei Runden um den Parkplatz, da ich mich es nicht traue wie die Spanier vor der Polizei im Halteverbot stehen zu bleiben und langsam auszupacken. Bei den Spaniern klappt dies, die Polizisten schimpfen zwar, aber sind wohl machtlos und schütteln nur mit dem Kopf. Daniel hat eine gute Rückreise und kommt wohlerhalten in Rostock an. Ich fahre zurück über Rota, biege aber leider eine Abfahrt zu spät ab und es wird ziemlich eng in den Straßen. Bis zum Hafen fahre ich noch, bin dann aber froh durch alle engen Gassen durchgekommen zu sein und fahre zurück. Rota sieht ganz nett aus. Ein bisschen Organisatorisches gibt es immer zu tun. So zum Beispiel die Anschlussheilbehandlung von Christoph. Christoph geht es schon besser, er fängt heute mit dem Fahrschultheorie-Unterricht an. Am Nachmittag hole ich Andreas mit dem Fahrrad ab, wir trinken Sangria/Bierchen in „der Bar“, wo wir uns wohl fühlen. Abends gibt es Jack Ryan im Fernsehen. 😊
Am Samstag sind wir richtige Spanier. Wir frühstücken um 11 Uhr, kopieren unsere Bilder auf den Stick, lassen es uns im Pool gut gehen, essen um 15 Uhr Mittag und fahren dann in der El Corte de Ingles. Es gibt einen Drucker für die Wohnung und Schwimmbrillen. Der eigentliche Plan waren Bilder für die Wohnung…

Zu 22 Uhr fahren wir in die Stadt zum Milwaukee Jazzfestival. Wir sind die 2. Gäste. Beginn sollte laut Aushang 22:30 Uhr sein, uns wird gleich gesagt, dass es um 23 Uhr beginnt. Es gibt süße Eintrittskarten, wir müssen aufpassen, dass sie uns nicht wegfliegen. Der Saal outet sich als kleiner gemütlicher, nach oben offener, Innenhof. Die 3 Künstler (2 E-Gitarren und ein Schlagzeug) spielen uns Hardrock-Flamenco vor. Es ist ein schöner Abend. Nach 1,5 Stunden sind wir in der Stadt überrascht, dass es noch mehr Leute gibt, als wir jemals in El Puerto gesehen haben. Den Taxikampf gewinnen wir auch.



Sonntag ist Ausschlafen, Ausruhen, Baden, Sachen sortieren usw. angesagt. Unser Höhepunkt ist ein Videotelefonat mit Dörte und Udo am Strand. Schön, Kontakt zur Heimat zu haben. Wir können unsere Stühle und den Glashalter (von Dörte; heute wurde er eingeweiht) genießen. Danach bestaunen wir den Sonnenuntergang und kehren glücklich in unser gekühltes Domizil zurück.




