28. KW vom 10.-16.07.2023

Rota/Jazzclub/Fahrradtour Trafalgar-Barbate

Leider hat das mit der Putzhilfe noch nicht geklappt. Loli meint, es ist Ihnen allen zu weit, bis „hier raus“ zu fahren. Also muss ich mal wieder selbst sauber machen, die Wohnung ist einfach zu groß und die Ameisen finden immer einen Weg wieder hier reinzukommen. Ich schwimme nun täglich mindestens 10 Runden hin und zurück im Pool. Ist schön. Hole Andreas wieder von der Arbeit ab, diesmal fahren wir den Weg, den Andreas immer fährt. Auf dem Rückweg biege ich dann doch falsch ab, und wir sind mal wieder am Port Sherry. Abends gibt es Grillwürstchen, angeblich aus Deutschland.

Am Dienstag mache ich mich endlich mal allein auf eine Radtour und fahre nach Rota. Leider gibt es hier keine schönen Radwege und ich muss das Rad wieder mühsam über einen kleinen Weg über die Brücke tragen. Am Strand ist es dann schon schön. Erfrische mich im Atlantik und fahre zurück über die Straße. Hier kann man als Radfahrer auch einige Strecken auf der Autobahn fahren.

Nach einer kurzen Pause in der Wohnung haben wir Spanisch-Unterricht mit Loli. Wir werden besser. Als wir über Freizeitaktivitäten sprechen geht es ums Tanzen und Andreas möchte Loli sagen, dass ich gern Flamenco tanzen möchte. Loli ist da ja immer ganz witzig und meint, Du Andreas willst Flamenco tanzen… Nach einigem hin und her kommt raus, dass Loli auch Tanzlehrerin ist und sie uns das Flamenco tanzen lehren will. 😊Andreas weiß nicht so recht, ob er lachen oder weinen soll. Nur, wenn wir beide mitmachen, meint Loli noch. Ich bin gespannt, wir haben bis nächste Woche Bedenkzeit.

Mittwoch habe ich das letzte Mal vor den Ferien Saxophon, schade. Ich werde trotzdem fleißig üben. Christoph hat nun auch ein Schreiben vom Arzt für seine Anschlussheilbehandlung und wir können dies bei der Krankenkasse beantragen. Auf dem Rückweg von Andreas Arbeit mit dem Fahrrad halten wir an unserem Eckrestaurant an und bestellen ein Bier und einen Saft. Naja, das klappt dann doch noch nicht so gut. Wir bekommen ein normales Bier und eins ohne Alkohol. Wir üben weiter.

Donnerstag beschäftige ich mich mal wieder etwas intensiver mit dem Blog und füge die Bilder vom Fotoapperrat ein. Es wird langsam. Am Abend wollen wir ins „Er Beti“, ein von Loli empfohlenes Restaurant. Ich habe noch über WhatsApp nachgefragt, was wir dort essen sollen. Loli antwortet sehr ausführlich, toll. Wir fahren mit dem öffentlichen Bus in die Stadt und bekommen noch gut einen Platz im „Er Beti“ und können perfekt unser Getränk – Tinto de verano con naranja – bestellen. Schmeckt lecker. Nur beim dritten Mal ist es dann nur noch Tinto geworden. Schmeckt aber auch. Es gibt von der Liste von Loli: Pate de cabracho, Carne con tomate und Menudo. Loli begleitet uns per WhatsApp beim Essen und erklärt, was es gerade gibt. 😊

Danach ergattern wir Magneten von El Puerto und Cadiz für unseren Vito-Kühlschrank an den Buden im Stadtpark.

Heute ist es im Milwaukee beim Jazzfestival viel leerer, als am Samstag. Es kostet auch nur 5 Euro pro Person und man hat mit der Karte noch ein Freigetränk gekauft (wurde uns dann am Einlass erklärt). Die Gruppe Moonlight beginnt mit dem Jazzklassiker „What a wonderful world“ und wir freuen uns dabei zu sein. Es werden viele bekannte Stücke gespielt und ich bestaune den Saxophonisten. Ein schöner Abend!

Fast den ganzen Freitag verbringe ich mit dem Navigationsmenü beim Blog und mit dem Einfügen von Bildern. Es macht dann auch Spaß, aber braucht eben Zeit.

Wir wollten eigentlich übers Wochenende mit dem Vito nach Trafalgar/Barbate fahren, entscheiden uns aber schon am Freitagabend für eine Tagestour. Gegen 10 Uhr am Samstag fahren wir mit dem Vito und den Fahrrädern nach El Palmar und beginnen dort eine Fahrradtour. Wir fahren über den Leuchtturm Trafalgar entlang der Straße auf einem gut ausgebauten Fahrradweg bis fast nach Barbate. Nach einem Bergtraining mit teilweise über 10% Steigung wollten wir gern über den Atlantikwanderweg zurückfahren. Es war auch traumhaft schön, allerdings nach der Hälfte des Weges mussten wir unsere Fahrräder entweder durch die Dünen schieben oder heben. Nach der Rückkehr in die Zivilisation finden wir nach mehreren Kilometern endlich ein Restaurant mit freien Plätzen und werden hier auch gut bewirtet. Die freundliche Chefin spricht freiwillig englisch mit uns, in 50 km Entfernung zu El Puerto keine Ausnahme, ist eben eine andere touristische Welt. Englischsprachige Karte und ausführliche Beratung zur Tageskarte – unsere Wahl fällt auf Tatar Atun rojo und Suprema Pargo (Tunfischtatar und gebratenes Filet eines lokalen Fisches).

Fahrrad mit Afrika im Hintergrund

Zurück in El Palmar suchen wir noch die Stelle, wo ich vorigen September mit Daniel Surfen war. Ich erkenne sie leider nicht wieder. Vielleicht liegt es an den vielen Leuten, im vorigen Jahr mit Daniel, war es total leer.

Kurz vorm Ende der Fahrradtour stürzt Andreas beim „Stehtraining“ an einer überfüllten Kreuzung, da er nicht aus den Pedalen herausgekommen ist. Ein großer Schreck, aber nur ein paar kleine Schürfwunden.

https://www.relive.cc/view/vrqDYXEPQwv

Auf dem Rückweg waren wir gleich noch Tanken und Einkaufen – so waren erst gegen 19 Uhr wieder zurück. Am Abend gab es dann noch einen selbst gemixten „Tinto de verano con naranja“.

Den Sonntag beginnen wir kurz vor 10 mit einem Frühstück auf der Terrasse und einem Telefonat mit Daniel – er ist gestern Landesmeister geworden. Dann setze ich mich wieder an den Blog und Andreas versucht sich in der Pflege unserer Fahrräder. Dörte und Udo rufen uns auf ihrer Rücktour von Hamburg an und wir plaudern fast eine Stunde.

Abends halb 10, wir lieben die Stühle. 🙂