36. KW vom 04.-10.09.2023
Dörte und Udo besuchen uns/Tio Pepe/Weintreten/Lichternacht/Cadiz/Vejer de la Frontera/El Palmar/Donan/Flamenco/ Strandradtour
Montag stehen wir alle um halb sieben auf und müssen in der Wohnung frühstücken, da es draußen „kalt“ ist. Andreas fährt zur Arbeit und ich bringe Daniel und Karen zum Flughafen nach Jerez. Die beiden checken ein und ich versuche an der Info zu erkunden, ob unsere Zulassung irgendwo zu finden ist. Die Leute an der Information sind sehr nett, aber nach ca. ½ Stunde sagen sie mir Bescheid, dass ich mich bei der Polizei melden soll. Es war nicht so einfach, dies nicht zu tun. Sie haben mir immer gezeigt, wo die Polizisten stehen. Auf eine Anzeige oder was auch immer ich machen sollte, wollte ich verzichten. Daniel und Karen kommen gut in Rostock an. Leider hat Daniel doch eine leichte Mittelohrentzündung bekommen. Ich fahre mit dem Leihauto von Mercedes weiter nach Sevilla. Heute kommen uns Dörte und Udo besuchen. Ich parke in einem Parkhaus in der Nähe vom Plaza de Espana und bin total vom Park in Sevilla begeistert, der wirklich wie im Märchen aussieht.









Der Empfang am Flughafen von Dörte und Udo ist herzlich. Alle Koffer sind da. Gegen 16 Uhr sind wir in der Wohnung, räumen kurz ein, essen eine Kleinigkeit und holen alle zusammen Andreas am Mercedes Autohaus ab. Andreas hat die Sachen für unseren Vito (Kühlschrank, Markise …) in den Bus gebracht und wir wollten das Leihauto endlich abgeben. Das macht Andreas doch erst am Dienstag. Abends grillen wir auf der Dachterrasse, schwatzen viel, probieren Sherry und natürlich „Tinto Verano con naranja“.




Am Dienstag geht Andreas arbeiten und wir starten den Tag gegen 9 Uhr mit dem Frühstück im Garten. Wir machen eine große Runde am Strand und holen Andreas von der Arbeit für die Tio Pepe Führung und Verkostung (Sherry + Tapas – unser Geburtstagsgeschenk für die Holzkes) in Jerez ab. Es ist eine schöne und interessante Führung mit Zugfahrt; die Tapas sind leider nicht besonders berauschend, aber der Sherry schmeckt. Danach gehen wir in Richtung der Kathedrale. Bei der Führung wurde uns erzählt, dass gerade Weinfest in Jerez ist. Vor der Kathedrale steht noch das Gefährt, welches wir mit Daniel und Karen schon am Sonntag gesehen habe. Es stellt sich später als Weinwagen heraus. Vor der Kathedrale sind Stühle aufgebaut und es herrscht ein reges Treiben. Wie entschließen uns dort zu bleiben, nehmen Platz und schauen den Spaniern zu. Nach ca. 2 Stunden beginnt dann das „Weintreten“ mit vorherigen Ansprachen und Musik. Das Fest ist vom Samstag auf Dienstag wegen dem Unwetter verlegt worden. Wir waren dabei. Abends gehen wir in der vierten von Loli empfohlenen Tapas Bar – Cerveceria el Puerto – essen. Danach geht es zur 2. Ausführung der Lichternacht. Im Schloss ist es toll. Ein Pianist spielt uns schöne Lieder vor und es werden Lichtspiele an die Wand projiziert.





































Mittwoch schlafen wie erstmal aus, außer Andreas, der muss Arbeiten. Um 10 Uhr hat Dörte eine Besprechung und um 10:45 Uhr haben wir beide Saxophonunterricht mit Nele und spielen Duos vor. Es macht Spaß mal wieder zusammen zu Musizieren. Udo, Dörte und ich beginnen einen Plan zu machen, was und wie wir unsere Tage zusammen verbringen wollen. Manchmal muss Andreas noch seine Zustimmung aus der Ferne geben. Es dauert ziemlich lange, aber dann haben wir einen tollen Plan mit vielen schönen Zielen und Aktivitäten, teilweise auch schon gebucht. Gegen 17 Uhr kommt Andreas nach Hause, wir Grillen und machen uns danach über den Strand auf den Weg zu Volker (Andreas Kollege) um ein zusätzliches Fahrrad für Dörte zu holen. Es ist eine lange Wanderung hin und zurück. Das Fahren auf dem Fahrrad von Volkers Tochter erinnert uns an unsere Kindheit. Zurück auf der Terrasse gibt es Gin Tonic.









Donnerstag geht es mit den Holzkes nach Cadiz. Vorher wollen wir noch El Puerto erkunden. Da der Bus direkt an der Haltestelle der Fähre hält, kaufen wir gleich Karten für die Überfahrt nach Cadiz. Dies stellt sich zur Abfahrt auch als richtig gute Entscheidung heraus, da die Fähre eine halbe Stunde vor Abfahrt ausgebucht ist. Am Plaza de Espana in El Puerto ist große Aufregung. In El Puerto ist am Freitag Feiertag, leider nicht für Andreas, da sein Arbeitsplatz Puerto Real ist. Aber frei gibrs trotzdem. In der Basilica Menor bewundern wir die Jungfrau der Wunder. Um 11:50 Uhr geht es mit der Fähre rüber nach Cadiz. Da es heute teilweise bewölkt ist, ist wieder ein anderes Licht über der Stadt, als ich bisher gesehen habe. Es geht direkt zur Camera Obscura in den Torre Tevira. Zur Camera Obscura gibt es unterschiedliche Meinungen, aber wir waren dort… Danach stärken wir uns auf dem Markt in Cadiz, der Markt ist schon riesig. Die Tunfischköpfe auch. 😊Udo möchte in die Kathedrale, Dörte und ich verbringen unsere Zeit im Kaffee davor. Auch der Turm der Kathedrale wird von Udo bestiegen, es gibt hier nur 13 (?) Stufen. Ich war noch nicht oben. Wir gehen zu den 2 großen Gummibäumen und an der Promenade bis zum Botanischen Garten. Dort holt uns Andreas mit dem Auto ab und wir lassen uns in der von Klaus empfohlenen Eisdiele das Eis schmecken. Somit löst es sich dann auch auf, dass Klaus noch nie in dieser Eisdiele war. Das Eis ist aber wirklich lecker.






















Am Freitag hat Andreas endlich auch frei. Nach dem Frühstück um 9 Uhr geht’s nach Vejer de la Frontera. Am Parkplatz gibt es eine kleine Diskussion, ob wir erst wandern und dann in die Stadt gehen oder anders herum. Wir gehen erst in die Stadt und sind alle total begeistert. Es ist sehr schön. Wir verstehen, warum sie als schönste weiße Stadt gilt. Dörte kauft sich eine schicke Umhängetasche und endlich finden wir auch mal Keramik, die uns gefällt. Wir kaufen Schüsseln und Platten und müssen uns dann erstmal in der nächsten Gaststätte stärken. Die Straßen und Gassen sind wirklich hübsch. Unser Wanderweg stellt sich leider als Straße heraus, wir wandern trotzdem um die 8 km. Danach fahren wir nach El Palmar, gucken an der Gaststätte vorbei, in der ich im vorigen Jahr nach dem Surfen mit Daniel war und suchen einen Parkplatz. Es ist noch ziemlich voll. Gut ausgerüstet mit Stühlen, Schirm und Polarbox bauen wir unseren Rastplatz am Strand auf und es geht in den Atlantik. Danach lassen wir uns die Reste der Salate (Kartoffel und Gemüse) von gestern Abend schmecken. Dörte und ich sind total glücklich. Unsere beiden Männer gucken manchmal ein bisschen spitz, wenn mal wieder ein Sandkorn auf dem Salatblatt gelandet ist. Aber irgendwann sind wir alle zufrieden und genießen den Sonnenuntergang. Es wurde auch nach der Musik aus den Bars getanzt. Ein schöner Abend. Zu Hause gibt es natürlich noch „Tinto Verano con Naranja“. Wir stellen fest, dass keiner so gut schmeckt, wie bei uns auf der Terrasse.













































Samstag früh um halb 10 werde ich von der Waschmaschine geweckt. Deswegen hatte ich einen Disput mit Dörte über die Ruhezeiten der Nachbarn, welcher sich schnell auf die mögliche Einschleppung von Kakerlakeneiern in die Wohnung erweiterte. Beim Frühstück geht die Diskussion weiter, unsere beiden Männer sitzen eher geschockt daneben und sagen sehr wenig bis gar nichts. Wir schaffen es, unsere beiden Sichtweisen zu beschreiben, dass die andere sie versteht und spielen danach zusammen Saxophon. Nach dem Mittag fahren wir nach Sanlucar de Barrameda, früher ein kleiner Fischerort gegenüber vom Nationalpark Donana. Wir setzen um 16 Uhr mit der Fähre über und werden von einem höhergelegten Allradbus erwartet. Dieser fährt uns erst entlang am Strand in die Dünen, dann durch den Park. Wir sehen viele Vögel, Hirsche, Rehe, eine Schildkröte und noch einiges mehr. Die Führung im Bus, der Fahrer spricht ununterbrochen, ist leider in spanischer Sprache, aber die Landschaft ist einfach auch so wunderschön. Insgesamt sind wir fast 3 Stunden unterwegs.



































Auf dem Rückweg zum Auto gibt es einen Stopp in einer Bar und wir schauen beim Salsa Tanzen zu.



Um 22 Uhr haben wir in „der“ Flamenco Bar in Jerez (Tabanco el Pasaje) eine Buchung für Tapas und Flamenco. Die Buchung war nicht so einfach, wir haben noch im Auto nach Donana daran gearbeitet, aber es hat dann doch geklappt. Das war auch sehr gut, denn es war ein schöner Abend. Lecker Tapas und beeindruckende Tänze.


Da wir uns bei der Planung der Radtour am Strand nach den Gezeiten richten müssen, war Sonntagvormittag Zeit, sich um die Sattelitenanlage zu kümmern. Nach einer Stunde Probieren von Andreas und Udo stellte sich heraus, dass die Ausrichtungsangaben aus Internet und App falsch waren. Mit etwas Probieren hatten sie dann Empfang, mussten dann aber feststellen, dass eine Montage an der geplanten Stelle nicht möglich war. Nach einer Stunde weiteren Versuchens haben sie dann eine provisorische Befestigung am Abluftschaft des Schornsteins gebastelt. So konnten wir gerade noch pünktlich zur Übertragung der Basket-Weltmeisterschaft den Fernseher in Betrieb nehmen. Dörte und ich haben die Zeit genutzt und waren am Strand.






Zum Basketball gab es dann leckeren Kuchen aus dem Bäcker aus der Strandstraße. Die deutschen Basketballer werden Weltmeister. Wir machen uns bereit für unsere Fahrradtour über El Puerto, Valdelagrana, entlang am Strand, durch den Nationalpark, zur Brücke Krabben gucken/hören…












Wir wollten eigentlich unterwegs am Puerto Sherry essen, aber weil uns die Mücken so doll gepisackt haben, fahren wir zum Duschen nach Hause und gehen bei uns an der Ecke im Quilla essen. Die Bedienung ist sehr nett, kann englisch mit uns sprechen und es macht ihr auch Spaß. Am Ende fragt sie auch nach den deutschen Begriffen für einige Dinge. Ein schöner Abend und es schmeckt uns allen gut.

