42. KW vom 16.-22.10.2023
Mallorca Rennrad/Eventreise/zu Hause in Rostock
Am Montag fährt Andreas bei Ernst und ich bei Dieter in der Gruppe mit. Ernst ist schon ne oder zwei Nummer/n höheres Level. Alle sprechen auch am letzten Tag darüber, wie super Andreas – besonders die Berge hoch – fährt. Und das mit einem Trekkingrad. Wir fahren schon um halb 10 los, weil es auch heute wieder regnen soll. In Sineu kommen wir gerade an, dann beginnt es zu regnen. Wir stärken uns im Bäcker mit Tonic und Kaffee. Los fahren wir mit kleinen Nieseltropfen, kommen dann aber doch ziemlich nass in der Unterkunft an. Der Regen ist schön warm, es stört uns nicht. Ich muss mir noch den richtigen Platz zum Fahrrad fahren in der Gruppe suchen. Hinten fährt es sich sehr schwer. Man muss erst ständig bremsen und dann wieder viel treten, um an der Gruppe dranzubleiben. Wir waschen die Fahrräder, Andreas Gruppe ist ca. 15 Minuten später als wir da. Er ist kaputt, aber auch sehr stolz. Ich auch. Nach einer ausgiebigen Dusche gehts in die Sauna. Heute ohne Aufguss, dafür allein. Gegen 17 Uhr werden wir im Hotel abgeholt und fahren zum Weingut Castell Miquel. Wir werden mit leckeren Tapas und Wein begrüsst. Besonders die gebratene Blutwurst mit Kartoffelschaum ist lecker. Ich werde auch mit den glutenfreien Gerichten sehr gut versorgt. Manchmal ist es besser, als das eigentliche Gericht. Wir werden über das Gut und durch die Produktion geführt. Der Käufer/Besitzer war ein Apotheker und wollte deshalb seine Flaschen mit Glaskorken verschließen. Diese werden im Laufe des Abends verteilt. Wir probieren 4 verschiedene Weine und werden mit super Gerichten verwöhnt. Als Andenken bestellen wir uns ein paar Flaschen Wein für zu Hause.
Die Busfahrt ist aufregend. Entweder leuchtet der Bus ganz doll oder es sieht aus, als ob das Licht aus ist. Dieter meint, wir sind in „geheimer Mission“ unterwegs.
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Dienstag fahren wir beide in Dieters Gruppe. Da wir gestern klischnass geworden sind, ist meine Fahrradhose nicht trocken geworden, obwohl wir unsere Sachen ständig geföhnt haben. Ich habe meine einfache Radhose an, darin schwitzt man sehr. Dieter fährt als erstes in die Bikefriends-Station nach Alcudia. Diese erkenne ich sofort wieder, hier war ich mit Dörte im vorigen Jahr zum Fahrrad und Proviant holen. Ich ergreife meine Chance und frage, ob man auch was im Shop kaufen könnte. Dieter schliesst den Shop auf und guckt nach einer Radhose. Leider sind mir alle zu klein. Wir fahren weiter und Dieter hält im großen Bikefriends-Shop am Ausgang von Alcudia an. Es gibt nur die Borathose aus der vorigen Saison, die ich eigentlich nicht möchte. Ich probiere sie dann doch, beginnend mit Größe M und muss noch drei weitere größere Radhosen probieren, bevor sie passt. Die spanischen Größen schmeicheln wirklich nicht. Dieter macht Qualitätskontrolle und Andreas kauft die Hose. Toll, ich behalte sie gleich an. Schön, dass die Gruppe ohne zu Murren draußen gewartet hat. Mit der neuen Hose fährt es sich gleich viel besser. Ich fahre viel auf der zweiten Position hinter Dieter. Das geht wirklich ganz gut. Wir machen wieder in Sineu zum Kaffee Halt. Gestern durfte ich den Mandelkuchen noch als glutenfreien Kuchen essen, heute hat die Bäckerin ihn mir nicht verkauft. Auf der Rücktour hat Dieter einen Platten. Es ist nicht nur der Schlauch, sondern der Reifen ist komplett defekt. Wir fahren ohne Guide ins Hotel, Andreas übernimmt die Führung und bringt uns gut zurück.
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Natürlich gibt es ein Ankommensbier/Chanti oder ähnliches. Es geht in den Pool und in die Sauna. Danach fahren wir nach Sa Pobla ins Restaurant und es gibt ein sehr leckeres Menü. Andreas rettet uns und löscht das Feuer. Der Kellner hat die Stoffserviette in die Kerze gelegt. Seitdem hat Andreas ein Brandmal an der Wange. Walter unterhält uns, manchmal ist es anstrengend, aber insgesamt ein sehr schöner Abend. Ich bekomme noch eine Anfrage wegen der Sturmflut am Freitag in Deutschland. 🙂 Und: Mein Saxophon ist in Rostock angekommen und nach der Qualitätskontrolle von Daniel als heil befunden worden. Schön.






Am Mittwoch ziehen wir alle die neuen Trikots an und es wird ein Gruppenfoto gemacht. Wir sind insgesamt 29 Leute, inklusive den 4 Guides Dieter, Jürgen, Ernst und Ralf. Wir fahren wieder bei Dieter mit. In Costitx machen wir Kaffeepause und beobachten auf dem Platz, wie einige Radfahrer ihre Pannen reparieren. Dieter wundert sich, was die so machen… und, dass der Guide bei den anderen zuguckt und nicht selbst repariert. Das ist der Unterschied. Wir steigen aufs Rad, Dieter ist schon ein paar Meter weg, und mein Reifen platzt. Na toll. Die Reparatur klappt super, Dieter, Andreas und Harald machen das Fahrrad wieder fahrbereit. Wir finden den Dorn, der den Reifen zum Platzen gebracht hat. Heute bin ich wieder beim Aufguss in der Sauna dabei. Abends fahren wir nach Bunyola ins Restaurant. Es liegt direkt an einer Hauptstraße, aber hat wieder ein sehr leckeres Menü anzubieten. Wir sitzen mit den Bremerhavenern (der Mann arbeitet in Rostock) und den Hamburgern Martin und Harald zusammen und trinken ausgiebig Rotwein. Wieder ein sehr schöner Abend.
https://www.relive.cc/view/v8qkp3K1QKv












Donnerstag früh ist es ganz schön windig. Der Plan in Dieters Gruppe ist Kloster Lluc. Das ist ein langer steiler Anstieg. Ich bin kurz vorm Abwählen. Andreas fragt Dieter, ob wir die Tour nicht verkürzen können. Damit sind alle einverstanden und wir beginnen die Tour. Dieter fährt ein E-Rennrad, manchmal ganz schön schnell. Er erklärt aber alles gut und wir fahren hoch zum Kloster Lluc. Zwischendurch frage ich mich, warum ich mir das antue. Aber alle müssen sich anstrengen und irgendwann kommen wir im Kloster Lluc an und belohnen uns mit einem Kaltgetränk. Ist schon ein schöner Ort. Andreas und ich gehen in die Kirche und bewundern die schwarze Madonna. Auf der anderen Seite geht es von der Tankstelle den Berg über die Serpentinen runter. Die Hände tun vom Bremsen weh. Manchmal erhasche ich doch einen Blick von der schönen Natur. Wir sind alle stolz die Tour geschafft zu haben und freuen uns auf der Terasse. Das war unsere letzte Tour. Die Pedalen werden abgebaut. So schnell vergeht eine Woche. Auch Dieter freut sich, dass es keine Unfälle gab. Am Hotel ist es sehr windig, man friert am Pool. Ich gehe nochmal in die Saune und packe dann schon langsam Sachen. Um 19 Uhr gibt es Abendbrot im Hotel, wir schwatzen viel. Es war eine tolle Truppe. Martina und Harald treffe ich bald wieder.
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Freitag sind wir die ersten beim Frühstück. Ich werde um 9 Uhr abgeholt und werde zusammen mit Conny und Diethelm aus Paderborn nach Palma zum Flughafen gefahren. Das klappt super, es wird noch viel von der schönen Woche erzählt. Koffer abgeben geht auch super. Bei der Sicherheitskontrolle habe ich mich erst falsch angestellt, Andreas hatte noch „fast lane“ gebucht, bin dann doch noch in die Reihe reingewunken worden. Ich steige als 3. ins Flugzeug ein und wir fliegen in einer Rekordzeit von 2 Stunden mit Rückenwind von Palma nach Berlin. Leider kommen die Koffer erst eine Stunde später. Meine Freude zwei Stunden eher zu Hause zu sein, war schnell wieder weg. Ich versuche eine schöne Bleibe im Flughafen zu finden. Das gelingt mir nicht wirklich. Irgendwann sitze ich mit einem riesengroßen Kaffee und Brownie im Starbucks. Naja. Hier in Deutschland regnet es. Daniel schreibt: Weltuntergang. Gut, dass ich mir die Zeit im Zug mit dem Blogschreiben vertrieben habe, so konnte ich noch die Woche Revue passieren lassen und war noch im warmen Spanien. Andreas ist auch schon in El Puerto angekommen und hat eine Nachricht vom Präsidenten, wegen der Steckdose. Es war ein trauriger Abschied von Andreas und Spanien heute früh, aber in ungefähr 10 Minuten bin ich in Rostock. Daniel holt mich ab. Ich freue mich. Andreas ist in 2 Wochen auch in Rostock.
In Rostock ist gruseliges Wetter, aber ich freue mich, Daniel in den Arm nehmen zu können. Wir essen zusammen Abendbrot und schwatzen viel. Und ich sehe den riesigen Pokal.

Samstag merke ich doch, dass es ziemlich staubig im Wohn- und Schlafzimmer ist. Es wird erstmal Bettwäsche gewaschen und gesaugt etc. Daniel wechselt die Winterreifen und wir kaufen fürs Wochenende ein. Zum Mittag gibt es ein schönes deutsches Gericht: Kartoffeln mit Blumenkohl und Bouletten, hm lecker. Frau Raab schenkt mir einen Willkommensblumenstrauss aus dem Garten. Am Nachmittag mache ich mich für die Geburtstagsfeier von Holzis 60. fertig, Ganter holt mich gegen halb 6 ab. Zuerst verfahren wir uns auf Grund der Sperrung Richtung Stäbelow, dafür kommen wir nach Wilsen, wo wir beide noch nie waren. Wir kommen trotzdem rechtzeitig in der Feierscheune Stäbelow zusammen mit Holzi an. Auf der Feier sind viele, die schon lange, gerade oder bald (z.B. Holzi in 4 Monaten) in Rente sind bzw. nicht mehr arbeiten. Die Arbeit hat mir nicht wirklich gefehlt, ich freue mich aber doch darauf einige Leute wieder zu sehen. Es wird auch viel über die Sturmflut geredet. Ja, die Ostsee ist extra gucken gekommen, ob ich nach Hause komme. 😉 Es ist ein schöner Abend mit gutem Essen, interressanten Gesprächen und Tänzen. 🙂

Sonntag wird erstmal ausgeschlafen. Nach dem Frühstück sortiere ich einige Unterlagen (Post vom letzten halben Jahr) und man ist schnell wieder im Alltag angelangt. Die wichtigsten Sachen hatte Daniel uns ja immer gesendet. Irgendwann bin ich doch neugierig und gucke nach der Sturmflut.

